Viele Menschen nähern sich dem Tarot mit einem leicht peinlichen Gefühl. Sie sind neugierig genug, um die Bedeutung einer Karte nachzuschlagen, aber unsicher genug, um sich dabei etwas albern vorzukommen. Dann stoßen sie sofort auf eine Wand aus Begriffen wie Arkana, Fragesteller, Signifikator oder elementare Würden – als müssten sie längst wissen, wie alles funktioniert. Deshalb geben viele, denen Tarot eigentlich Freude machen würde, schon nach zehn Minuten auf.
Dabei ist das System nicht kompliziert. Ein Tarotdeck umfasst 78 Karten und folgt einer Struktur, die du an einem Nachmittag verstehen kannst. Die Bedeutungen sind zwar vielschichtig, beruhen aber auf nachvollziehbaren Mustern. Dieser Artikel zeigt dir diese Grundstruktur: Woher Tarot wirklich stammt, wie ein Deck aufgebaut ist, wofür die vier Farben stehen und was es eigentlich bedeutet, eine Karte zu „lesen“.
Im Tarotkurs von Astra Trainer lernst du jede Farbe und jede Karte der Großen Arkana anhand echter Legungen kennen. Wenn du lieber mit kurzen täglichen Lektionen statt in einer langen Sitzung lernst, ist das eine gute Ergänzung – die folgenden Grundlagen funktionieren aber auch für sich allein.

Was ist Tarot und woher kommt es wirklich?
Tarot ist ein Deck aus 78 illustrierten Karten. Heute werden seine symbolischen Bilder vor allem zur Selbstreflexion genutzt. Nachweislich begann seine Geschichte jedoch wesentlich alltäglicher: als Kartenspiel.
Die frühesten Tarotdecks entstanden im Italien des 15. Jahrhunderts und waren als *Tarocchi* oder *Trionfi* bekannt. Sie wurden für Stichspiele angefertigt, nicht zum Wahrsagen. Die oft prachtvollen Karten waren Auftragsarbeiten wohlhabender Familien und ähnelten in ihrer Funktion eher einem luxuriösen Spielkartenset als einem okkulten Werkzeug.
Erst Jahrhunderte später, im Frankreich des 18. Jahrhunderts, begann man, Tarot zur Weissagung zu verwenden. Zwei Personen waren dafür besonders wichtig: Antoine Court de Gébelin, ein Gelehrter, der über eine angeblich verborgene Bedeutung des Tarots schrieb, und Jean-Baptiste Alliette, der unter dem Namen Etteilla veröffentlichte und einige der ersten systematischen Anleitungen zum Kartenlegen verfasste.
Wurde Tarot im alten Ägypten erfunden?
Nein. Das sollte klar gesagt werden, denn diese Behauptung wird noch immer häufig wiederholt. Court de Gébelin stellte in den 1780er-Jahren die These auf, Tarot bewahre das Wissen altägyptischer Priester. Die Idee fand schnell begeisterte Anhänger, doch es gibt keine historischen Belege dafür. Der Ursprung als italienisches Kartenspiel ist dokumentiert; die ägyptische Herkunft ist eine französische Erfindung des 18. Jahrhunderts.
Dass Tarot als Kartenspiel begann, schmälert seine Bedeutung nicht. Die Tradition ist damit einige Hundert statt einige Tausend Jahre alt – und das ist immer noch eine lange Geschichte, an die du anknüpfen kannst.
Das wichtigste Tarotdeck für Anfänger
Das einflussreichste Deck ist das Rider-Waite-Smith-Tarot, das 1909 veröffentlicht wurde. Es wurde von A. E. Waite konzipiert und von Pamela Colman Smith illustriert. Ihre Kunst prägte die Bildsprache des Tarots für das folgende Jahrhundert – nahezu jedes moderne Deck greift bis heute Elemente ihrer Kompositionen auf.
Smith erhielt lediglich ein einmaliges Honorar und bekam jahrzehntelang weit weniger Anerkennung, als der Erfolg des Decks gerechtfertigt hätte. Lange war es nur als „Rider-Waite-Tarot“ bekannt, wodurch ihr Name vollständig fehlte. Die heute immer gebräuchlichere Bezeichnung „Rider-Waite-Smith“ ist eine vergleichsweise neue und längst verdiente Korrektur.
Wie ist ein Tarotdeck aufgebaut?
Ein klassisches Tarotdeck enthält 78 Karten, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind: die Große Arkana mit 22 Karten und die Kleine Arkana mit 56 Karten. „Arkana“ bedeutet schlicht „Geheimnisse“ – ein alter Begriff für zwei Kartengruppen.
Die Kleine Arkana besteht aus vier Farben mit jeweils 14 Karten: zehn Zahlenkarten und vier Hofkarten – Bube, Ritter, Königin und König. Wenn dir diese Struktur bekannt vorkommt, ist das kein Zufall: Ein gewöhnliches Spielkartendeck entspricht im Wesentlichen der Kleinen Arkana, nur mit einer Hofkarte weniger.
Im vollständigen Kartenverzeichnis findest du eine eigene Seite zu jeder Karte des Decks. Das ist am Anfang meist hilfreicher, als sofort alle Bedeutungen auswendig lernen zu wollen.
Was bedeuten die vier Farben im Tarot?
Jede Farbe wird traditionell einem Element und einem großen Bereich menschlicher Erfahrung zugeordnet. Diese Zuordnungen gehören zum Rider-Waite-Smith-System. Sie bilden ein gemeinsames Vokabular für Tarotdeutungen und sind keine Behauptungen darüber, wie die Welt tatsächlich funktioniert.
| Farbe | Element | Lebensbereich | Grundstimmung der Karten |
|---|---|---|---|
| Kelche | Wasser | Gefühle, Beziehungen, Intuition, Innenleben | Gefühlsbetont – Verbundenheit, Trauer, Liebe, Sehnsucht und emotionale Ehrlichkeit |
| Stäbe | Feuer | Handeln, Willenskraft, Kreativität, Ehrgeiz | Energiegeladen – Schwung, Antrieb, Inspiration, manchmal Überlastung oder Konflikte |
| Schwerter | Luft | Denken, Kommunikation, Konflikte, Wahrheit | Scharf – Klarheit, schwierige Erkenntnisse, mentale Belastung und Entscheidungen |
| Münzen (oder Pentakel) | Erde | Materielles Leben, Arbeit, Geld, Gesundheit, Körper | Bodenständig – Ressourcen, Einsatz, Sicherheit und langsamer praktischer Fortschritt |

Kelche: Gefühle und Beziehungen
Die Kelche behandeln das Gefühlsleben – Beziehungen, Bindung, Intuition und jene inneren Stimmungen, die von außen nicht immer sichtbar sind. Die Farbe umfasst das gesamte emotionale Spektrum, und nicht alles davon ist angenehm.
Die Acht der Kelche zeigt anschaulich, wie diese Farbe funktioniert. Auf dem traditionellen Bild entfernt sich eine Gestalt nachts von einer Reihe Kelche und geht auf Berge zu. Üblicherweise steht die Karte dafür, etwas emotional Bedeutsames zurückzulassen – nicht weil es dramatisch gescheitert ist, sondern weil es nicht mehr genügt. Das ist typisch für die Kelche: emotional vielschichtig und nicht einfach als gut oder schlecht einzuordnen.
Stäbe: Tatkraft und Kreativität
Die Stäbe stehen für Handeln, Kreativität, Antrieb und Willenskraft. Während die Kelche fragen, was du fühlst, fragen die Stäbe, was du daraus machst. Die Karten dieser Farbe bringen meist Bewegung mit sich – als Inspiration und Ehrgeiz, aber auch als Überforderung oder Konflikt, wenn zu viel Feuer gleichzeitig lodert.
Schwerter: Gedanken und Entscheidungen
Die Schwerter sind die Farbe des Geistes: Denken, Kommunikation, Konflikte und unbequeme Wahrheiten. Anfänger finden diese Karten oft einschüchternd, weil die klassischen Darstellungen einige ausgesprochen unangenehme Szenen zeigen. In der Praxis geht es jedoch eher um mentale Zustände als um äußere Katastrophen: Grübeln, schwierige Gespräche, schmerzhafte Klarheit und Entscheidungen, die trotz unvollständiger Informationen getroffen werden müssen.
Münzen: Arbeit, Geld und Sicherheit
Die Münzen, auch Pentakel oder Scheiben genannt, stehen für die materielle Welt – Arbeit, Geld, Gesundheit, Zuhause und den Körper. Sie sind die bodenständigste Farbe und wirken häufig besonders praktisch: langsamer Aufbau, greifbare Anstrengung, reale Sicherheit und ihr Fehlen.
Was die Zahlen innerhalb einer Farbe bedeuten
Die Farbe zeigt dir den Lebensbereich, die Zahl ungefähr die Entwicklungsstufe innerhalb dieses Bereichs. Asse deuten traditionell auf Anfänge und ungenutztes Potenzial hin. Die mittleren Zahlen beschreiben, wie sich eine Situation entwickelt oder auf Widerstände trifft. Zehner verkörpern das Thema der Farbe in seiner vollen Ausprägung – je nach Farbe als Erfüllung oder Erschöpfung.
Für Anfänger ist das besonders hilfreich, weil du damit auch eine unbekannte Karte sinnvoll einordnen kannst. Die Neun der Schwerter gehört zu den Schwertern und damit zur geistigen Ebene. Da sie sehr spät in der Zahlenfolge erscheint, hat sich das mentale Thema beinahe bis zum Äußersten entwickelt. Selbst wenn du die traditionelle Deutung nicht kennst, weist dir die Struktur bereits die richtige Richtung.
Wie du die Hofkarten deutest
Die vier Hofkarten jeder Farbe – Bube, Ritter, Königin und König – funktionieren anders als die Zahlenkarten. Traditionell werden sie entweder als beteiligte Personen oder als unterschiedliche Arten gedeutet, mit dem Thema der jeweiligen Farbe umzugehen. Das Spektrum reicht von der unerfahrenen Neugier des Buben über das stürmische Handeln des Ritters bis zur gefestigten Meisterschaft von Königin und König.
Viele Anfänger finden die Hofkarten am schwierigsten, weil sie weniger konkrete Situationen und stärker Charaktereigenschaften beschreiben. Zahlreiche Tarotleser gehen anfangs bewusst offen mit ihnen um: Sie beachten zunächst nur Farbe und Rang und lassen die genauere Bedeutung mit wachsender Erfahrung entstehen.
Große und Kleine Arkana: Was ist der Unterschied?
Als grobe Orientierung gilt: Karten der Kleinen Arkana beziehen sich meist auf alltägliche Themen und konkrete Umstände. Karten der Großen Arkana weisen traditionell eher auf übergeordnete Themen, Wendepunkte oder grundlegende Muster einer Situation hin.
Die 22 Karten der Großen Arkana reichen vom Narren mit der Zahl null bis zur Welt. Auch Menschen ohne Tarotkenntnisse erkennen viele von ihnen: die Liebenden, den Tod, den Turm oder den Stern. Ihre Reihenfolge wird häufig als Erzählbogen beschrieben, der auch „Reise des Narren“ heißt und von Unschuld über Erfahrung bis hin zu Ganzheit führt.
Zwei oft missverstandene Beispiele lohnen einen genaueren Blick. Die Gerechtigkeit steht traditionell für Fairness, Ursache und Wirkung sowie Verantwortung – weniger für den Ausgang eines Gerichtsverfahrens als für die ehrliche Abwägung einer Situation. Das Gericht klingt zwar bedrohlich, meint üblicherweise jedoch Bilanz und Erwachen: einen Moment der Neubewertung statt einer Verurteilung.
In Die Große Arkana Karte für Karte erklärt findest du ausführliche Deutungen aller 22 Karten, falls du zuerst tiefer in diesen Bereich einsteigen möchtest.
Ein praktischer Hinweis zur Großen Arkana: Da diese Karten ein größeres symbolisches Gewicht tragen, wird eine Legung mit mehreren von ihnen oft als Hinweis auf eine besonders bedeutsame oder dynamische Situation verstanden. Das ist eine Konvention, keine feste Regel. Manche Tarotleser gewichten Große und Kleine Arkana überhaupt nicht unterschiedlich. Dennoch begegnet dir diese Sichtweise häufig genug, dass du sie kennen solltest.
Auch die bedrohlich klingenden Namen lösen oft mehr Angst aus, als nötig wäre. Der Tod wird in der traditionellen Tarotdeutung fast nie als tatsächlicher Tod verstanden. Er steht für Abschlüsse und Übergänge – ein Kapitel endet, damit ein neues beginnen kann. Ähnlich beschreibt der Turm eine plötzliche Erschütterung und den Zusammenbruch von etwas, das auf unsicherem Fundament stand, nicht zwingend eine Katastrophe im wörtlichen Sinn. Anfänger ziehen häufig eine dieser Karten, erschrecken und glauben, sie hätten etwas falsch gemacht. Das haben sie nicht.
Wie fängst du als Anfänger mit Tarot an?
Die meisten Menschen beginnen mit einer einzelnen Karte und einer Frage und bauen darauf auf. Eine Tages- oder Einzelkarte ist eine vollwertige Legung, keine abgespeckte Variante. Ein großer Teil des Nutzens entsteht gerade dadurch, ein einziges Bild in Ruhe zu betrachten, statt zehn Karten gleichzeitig zu jonglieren.
Der Ablauf ist einfach: Du formulierst eine Frage oder beschreibst eine Situation, ziehst eine Karte, betrachtest das Bild und überlegst, wie sich die traditionellen Bedeutungen auf dein Thema beziehen könnten. Im letzten Schritt liegt die eigentliche Arbeit. Die Karte liefert keine fertige Antwort, sondern einen Denkanstoß – und die Deutung entsteht daraus, was du mit diesem Impuls machst.
Als nächster Schritt sind Legungen mit drei Karten beliebt. Dabei legst du die Bedeutung der drei Positionen fest, bevor du die Karten ziehst. Vergangenheit/Gegenwart/Zukunft ist die bekannteste Variante. Für die Selbstreflexion ist Situation/Handlung/Ergebnis jedoch oft hilfreicher.

Eine Karte sagt dir nicht, was du tun sollst. Sie gibt dir etwas Konkretes, woran du deine Gedanken prüfen kannst – und das ist oft wesentlich hilfreicher.
Diese Gewohnheiten helfen vielen Anfängern:
- Betrachte zuerst das Bild, bevor du im Buch nachschlägst. Achte darauf, was die Illustration tatsächlich zeigt: Wohin blickt die Figur? Wirkt die Szene ruhig oder bewegt? Was ist im Hintergrund zu sehen? So entwickelst du deine Deutungsfähigkeit meist schneller, als wenn du nur Definitionen auswendig lernst. Genau deshalb waren Smiths vollständig illustrierte Karten der Kleinen Arkana so wegweisend.
- Formuliere offene Fragen. „Was sollte ich über diese Situation verstehen?“ bietet mehr Raum als „Wird das gut ausgehen?“. Der Unterschied wird im Artikel über umgekehrte Karten und Ja-Nein-Legungen ausführlicher erklärt.
- Führe Aufzeichnungen. Viele Tarotleser notieren, welche Karten sie gezogen und wie sie diese gedeutet haben. Über Monate entsteht so ein persönliches Nachschlagewerk, das kein veröffentlichter Leitfaden ersetzen kann, weil es auf deine eigenen Situationen und deine Art zu deuten zugeschnitten ist.
- Halte Bedeutungen am Anfang offen. Traditionelle Deutungen unterscheiden sich je nach Quelle teilweise deutlich. Sie als Grundwortschatz statt als starre Definitionen zu betrachten, führt meist zu besseren Legungen als der Versuch, für jede Karte eine einzige richtige Bedeutung festzulegen.
Welches Tarotdeck eignet sich für Anfänger?
Du brauchst kein bestimmtes Deck. Es gibt jedoch einen praktischen Grund, mit einem Rider-Waite-Smith-Tarot oder einem eng daran angelehnten Deck zu beginnen. Die überwiegende Mehrheit der Tarotbücher, Kurse und Nachschlagewerke – einschließlich der meisten Kartendeutungen im Internet – setzt die Bildsprache des RWS-Tarots voraus. Bei einem anderen System musst du deshalb ständig zwischen Darstellungen und Bedeutungen übersetzen.
Darüber hinaus ist die Wahl des Decks eine persönliche Entscheidung. Ein verbreiteter Aberglaube besagt, dass man ein Tarotdeck geschenkt bekommen müsse und es nicht selbst kaufen dürfe. Dafür gibt es keine historische Grundlage, und viele Tarotleser ignorieren diese Vorstellung vollständig.
Was bedeuten umgekehrte Tarotkarten?
Eine umgekehrte Karte liegt aus Sicht des Lesenden auf dem Kopf. Ihre Deutung unterscheidet sich je nach Person erheblich. Das solltest du früh wissen, denn Anfänger gehen häufig davon aus, es gäbe dafür nur eine richtige Methode.
Manche deuten eine umgekehrte Karte als Gegenteil ihrer aufrechten Bedeutung. Andere verstehen sie als dasselbe Thema in blockierter, verinnerlichter oder übersteigerter Form. Viele erfahrene Tarotleser verwenden überhaupt keine Umkehrkarten und mischen so, dass alle Karten aufrecht bleiben. Keine dieser Methoden ist falsch; es sind unterschiedliche Konventionen innerhalb derselben Tradition.
In So funktionieren umgekehrte Karten und Ja-Nein-Legungen werden die verschiedenen Ansätze genauer erklärt – einschließlich der Frage, ob sich Tarot überhaupt für eindeutige Ja-Nein-Antworten eignet.
Kann Tarot die Zukunft vorhersagen?
Tarot lässt sich am sinnvollsten als Methode zur Reflexion verstehen, nicht als Vorhersageinstrument. Es bietet mithilfe einer gemeinsamen Symbolsprache einen strukturierten Weg, über eine Situation nachzudenken – aber keine zuverlässige Methode, um Tatsachen über die Zukunft zu erfahren.
Dieser Unterschied ist nicht nur philosophisch, sondern auch praktisch wichtig. Eine Legung kann dir helfen zu erkennen, was du vermeidest, widersprüchliche Gefühle in Worte zu fassen oder eine bisher übersehene Perspektive einzunehmen. Sie kann jedoch keine verlässlichen Informationen über künftige Ergebnisse liefern. Sobald Tarot dafür genutzt wird, Entscheidungen auszulagern, verliert es seinen eigentlichen Nutzen.
Bestimmte Entscheidungen sollten grundsätzlich nicht von Karten abhängen. Medizinische Fragen gehören zu einem Arzt, finanzielle zu einer qualifizierten Beratung und rechtliche zu einem Anwalt. Das ist keine vorsichtige Einschränkung, sondern der entscheidende Unterschied zwischen einer Reflexionsmethode und dem Versuch, fehlendes Fachwissen zu ersetzen.
Was kannst du neben Tarot noch lernen?
Tarot wird häufig gemeinsam mit zwei weiteren Symbolsystemen erkundet. Jedes davon besitzt jedoch ein eigenes Vokabular und ist nicht bloß eine andere Variante desselben Systems.
Die Numerologie beschäftigt sich mit den Bedeutungen, die Zahlen traditionell zugeschrieben werden. Dadurch gibt es eine natürliche Verbindung zu den Zahlenkarten des Tarots. Was Zahlen in der Numerologie bedeuten vermittelt die Grundlagen. Die Lebenszahl ist meist die erste Berechnung, die Anfänger lernen. Darüber hinaus gelten die Meisterzahlen 11, 22 und 33 als Sonderfälle. Wiederkehrende Zahlen und Engelszahlen sind oft das erste Phänomen, dem Menschen begegnen, ohne das dahinterliegende System bereits zu kennen.
Die Astrologie arbeitet mit der Symbolik von Planeten und Tierkreiszeichen. Tierkreiszeichen und ihre Zeiträume sind der übliche Einstieg. Für viele Menschen wird Astrologie jedoch erst durch den Unterschied zwischen Sonnenzeichen, Aszendent und Mondzeichen wirklich verständlich, wenn sie reine Sonnenzeichen zuvor wenig überzeugend fanden. Das Geburtshoroskop für Anfänger zeigt, wie die einzelnen Bestandteile zusammenwirken.
Tarotkarten deuten: Das Wichtigste zum Schluss
Tarot ist zugänglicher, als der Fachwortschatz vermuten lässt: 78 Karten, vier Farben mit klaren Themenbereichen, 22 Hauptkarten für übergeordnete Entwicklungen und eine Praxis, bei der du ein Bild betrachtest und sorgfältig über eine Situation nachdenkst. Die Geschichte des Tarots ist spannend und gut dokumentiert – anders als die später hinzugefügte Erzählung über einen ägyptischen Ursprung.
Wenn du lieber in kurzen Lektionen statt mit einem langen Artikel lernst, findest du genau das in der Themenwelt Spiritualität von Astra Trainer. Dort beschäftigst du dich in deinem eigenen Tempo mit Karten, Legungen und Symbolen. Ziel ist es, das endlose Zweifeln bei wichtigen Entscheidungen zu durchbrechen: Du lernst, klarer über sie nachzudenken, statt das Denken einem Kartendeck zu überlassen.
Was ist Tarot und woher kommt es?
Tarot ist ein Deck aus 78 illustrierten Karten, das heute vor allem zur Reflexion genutzt wird. Es entstand im Italien des 15. Jahrhunderts als Kartenspiel namens *Tarocchi* – nicht als okkulte Praxis des alten Ägypten.
Welche vier Farben gibt es im Tarot?
Die vier Farben sind Kelche (Wasser – Gefühle und Beziehungen), Stäbe (Feuer – Handeln und Kreativität), Schwerter (Luft – Denken und Kommunikation) sowie Münzen oder Pentakel (Erde – materielles Leben und Arbeit).
Was ist der Unterschied zwischen Großer und Kleiner Arkana?
Die Kleine Arkana bezieht sich meist auf alltägliche Themen und konkrete Situationen. Die Große Arkana steht eher für übergeordnete Entwicklungen, Wendepunkte oder grundlegende Muster.
Kann man mit Tarot die Zukunft vorhersagen?
Tarot eignet sich besser zur Selbstreflexion als zur Vorhersage. Die Karten helfen dir, mithilfe einer gemeinsamen Symbolsprache strukturiert über eine Situation nachzudenken, liefern aber keine verlässlichen Fakten über die Zukunft.
